Quelle: Veranstalter


Was tun, wenn eine plötzliche Entdeckung die eigene Welt auf den Kopf stellt und die persönlichen Vorstellungen von Menschlichkeit und Gerechtigkeit erschüttert? Im Zentrum des urbanen Tanztheaters steht eine junge Romnia, die als Altenpflegerin arbeitet. Sie betreut einen alten Mann, der zunehmend an Demenz erkrankt und sich körperlich wie geistig immer mehr verliert.

Die Ambivalenz zwischen persönlicher Nähe und historischer Verantwortung wird hier neu verhandelt.

Die Inszenierung sucht bewusst einen ungewöhnlichen Zugang zur Erinnerungskultur. Urban Dance und Situationskomik treffen auf eine zutiefst tragische historische Realität. Der Körper wird dabei selbst zum Erinnerungsraum: Was wird erinnert? Was wird verdrängt? Was bleibt, wenn Worte fehlen? Die absurde Komik des Alltags steht bewusst neben der Tragik des Völkermords an den Sinti und Roma.



Konzept / Choreografie : David Kwiek
Bühnetext / choreografische Assistenz: Christina Liakopoyloy
Tanz: Laura Dal Checco, Vladimir Staicu
Schauspiel: Johannes Szilvássy
Bühne: Motz Tietze
Video: David Kwiek
Dramaturgie: Christina Liakopoyloy

Gefördert von „Upre Kethane – Aktionswochen Sinti Roma und Amaro Drom e.V.“
In Kooperation mit dem Karlstorbahnhof Heidelberg

Einlass 18:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix