Quelle: Veranstalter


EVA MENASSE
liest aus ihrem neuen Roman »Alleinruhelage«

Ein eigenes Ferienhaus zu besitzen, davon träumten schon ihre Eltern. Die Erzählerin hat es geschafft, auch wenn es sich dabei um ein baufälliges Gasthaus aus DDR-Zeiten handelt. Immerhin in der titelgebenden »Alleinruhelage« (Kiepenheuer & Witsch) an einem Waldsee. Der gesellige Nachbar war früher Mitglied der SED, leitet den örtlichen Schrebergartenverein und trauert besseren Zeiten nach. Die übrigen Anwohner*innen bleiben meist für sich, misstrauisch gegenüber Neuem, vor allem gegenüber Zugezogenen.

Nach ihren Romanen »Quasikristalle« und »Dunkelblum« verbindet Eva Menasse erneut gekonnt persönliche Erinnerung und historische Ereignisse. Die Autorin, 1970 in Wien geboren, wirft mit distanzierter Neugier einen Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte. Sie erzählt von den Höhen und Tiefen eines Frauenlebens. Das Haus sieht das Aufwachsen der Kinder und die guten Phasen der Ehe. Es ist aber auch Zeuge für den Ausverkauf der einst idyllischen Datschensiedlung für SED-Funktionäre und den Verfall der DDR en miniature. Nachdem die Ehe der Erzählerin gescheitert ist, brechen für sie und auch für das Haus neue Zeiten an.

Moderation: Shirin Sojitrawalla

Mit freundlicher Unterstützung der Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung

Einlass ab 18:30 Uhr / Barbetrieb durch das Literaturhauscafé

Der Vorverkauf beginnt zum 15.8.2026. 10.00 Uhr.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix